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Die Laxburg -
Historischer Rückblick bis zur aktuellen Gasleuchten-Rekonstruktion...
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Am 15. Oktober
1847 wurde das letzte Stück der Köln-Mindener Eisenbahn
eröffnet und war nun durchgängig befahrbar. Die am östlichen
Endpunkt der Strecke liegende Stadt Minden war eine
preußische Festungsstadt, die sich ausschließlich auf dem
linken Weserufer entwickelt hatte. Aufgrund der bis 1873
geltenden so genannten Rayon-Bestimmungen, d.h.
Festungsbestimmungen wurde der Bahnhof Minden auf dem
rechten Weserufer gebaut. Das Areal rund um den Bahnhof
wurde ebenfalls befestigt. Aus den innerhalb dieses Geländes
liegenden Gebäuden entwickelte sich die Neustadt.
Als Wohngebiet westlich des Mindener Bahnhofs entstand die
so genannte Laxburg, eine Wohnsiedlung, die der
Bauunternehmer Franz Eduard Lax (1799-1873) und seine
Familie über zwei Generationen intensiv förderten. Da sind
zu nennen z.B. der Bau von Mietshäusern,
Infrastrukturmaßnahmen wie private Wasserversorgung mit
einem Wasserturm und anschließender Kanalisation, später
erfolgten der Bau von Kleinkinderschule bzw. Kindergarten
und Hafenschule.
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Die Laxburg, Blick von Fr.-Wilhelmstr. aus
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Foto: R. Kapries |
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Blick in die Niedernstraße
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Foto: R. Kapries |
Die Laxburg besteht im Wesentlichen
aus vier Straßen: der Laxburg, Obern-, Niedern- und
Bertastraße. Franz Eduard Lax baute hier sein eigenes
Wohnhaus und eine Reihe von Mietshäusern. Die Häuserzeile in
der Niedernstraße ist dabei geprägt von traditionellem
Arbeiterhäuserbau mit kleinen Ställen und kleinen Gärten. In
der Straße Laxburg wurden die Häuser etwas großzügiger
erbaut. In diesen Häusern an der Niedernstraße und Laxburg
wohnten vor allem die einfachen Beschäftigten von Bahn und
Post. An der Friedrich-Wilhelm-Straße wohnten hingegen eher
die führenden Beamten von Militär, Eisenbahn und Post. Alle
Häuser wurden massiv und handwerklich sorgfältig errichtet.
Im Jahr 1856 lebten in 34 Häusern bereits 467 Menschen. Der
Wasserturm zur Fließwasserversorgung und die Kanalisation
stellten in der Laxburg einen sanitären Standard her, der in
der übrigen Stadt Minden erst 50 Jahre später erreicht
wurde. |
Nachdem in der gesamten Stadt im Jahre
1968 immerhin noch über 1600 Gasleuchten aller Typen zu
finden waren sank diese Zahl im Rahmen der Elektrifizierung
rapide bis zum Jahre 1994, in dem sich die Stadt bereit
erklärte insgesamt neun Leuchten in der Laxburg zu erhalten.
Im Laufe der folgenden Zeit unterblieben
aber Pflege und Unterhaltung der sieben Ansatz- und zwei
Aufsatzleuchten, traurigstes Beispiel war ein verrosteter
und funktionsloser Torso in der Bertastraße, in dessen
Innenraum zwischenzeitlich sogar Vögel ihr Nest eingerichtet
hatten.
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Nachdem
Andreas Meßollen in einer ersten Aktion vor gut 1,5
Jahren erst drei der insgesamt neun Gasleuchten
rekonstruieren- und den Rest zunächst nur provisorisch
zum Leuchten bringen konnte erfolgte Ende Oktober 2010
nun die erfolgreiche Rekonstruktion aller Laxburger
Gasleuchten!
Auch das Wetter spielte bei dieser
Aktion mit und es blieb entgegen der Wetterprognosen
trocken.
Die Städtischen Betriebe Minden (SBM)
unterstützten diese Aktion mit ihrem Hubsteiger und zwei
freundlichen Mitarbeitern, ebenso wie der Gasversorger
E.ON einen Gastechniker zur Verfügung stellte, der die
jeweiligen Arbeiten an den Gasanschlüssen durchführte.
Beide blieben zudem von Noteinsätzen
(z.B. defekte Gasleitungen oder Ampeln) verschont, so
konnte Leuchte- für Leuchte ohne Unterbrechung mit dem
Hubsteiger angefahren- und auf den aktuellen Stand
gebracht werden. |

A. Meßollen bei der Montage einer
Ansatzleuchte.
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Blick in die Niedernstraße
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Foto: R. Kapries |
Wichtigste Prämisse der Rekonstruktion
war in erster Linie die Wiederherstellung der
Verkehrssicherung durch in diesem Falle die Gasbeleuchtung,
ebenso wie die Erhaltung des technischen Denkmals. Hier
wurden so weit es möglich war alle Original-Leuchtenteile
(incl. Brenner, Schaltgeräte, Düsen etc.) nach der Reinigung
und Aufarbeitung wieder verwendet, sowie auf die Herstellung
einer Wartungsfreundlichkeit. Alle Leuchten und Brenner
wurden daher in gleicher wartungsfreundlicher Weise neu
aufgebaut und neu konzipiert. Damit ist es den
Verantwortlichen und Technikern vor Ort möglich, bei
Störungen und Unfällen schnell zu reagieren und die
anfallende Wartung leicht möglich zu machen.
Schlußendlich ist die Quartiersbildung
wichtig mit dem Ziel, dass sich die Anwohner mit ihrer
Gasbeleuchtung und ihrem Quartier Laxburg identifizieren.
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Daten des historischen Rückblicks mit
freundlicher Unterstützung durch Norbert Ellermann, Minden,
nach Informationen von Ulrike Faber-Hermann und Fred Kasper.
Ab sofort gibt es auf Laxburg.de
nun auch einen
Fotobereich, in dem in
jeweiligen Alben die Rekonstruktion ausführlich
beschrieben- und
bebildert ist.
Auch weitere
Nachtaufnahmen sind
enthalten, die nach- und nach ergänzt werden.
Der besseren Übersichtlichkeit wegen öffnet sich der
Fotobereich in einem
neuen Browserfenster.
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